Die Entwicklung des Schuhs

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Die Notwendigkeit einer Fußbekleidung wurde bereits früh von unseren Vorfahren erkannt. Die Aufgabe der Schuhe ist es, die Füße vor Kälte, Hitze sowie scharfkantigen Steinen zu schützen und somit auch längere Fußmärsche unbeschadet zu überstehen. In Abhängigkeit von den verschiedenen klimatischen Gegebenheiten haben sich unterschiedliche Schuhtypen herauskristallisiert. In heißen Gegenden sollte der Fuß vor der Hitze des Bodens geschützt werden. Hier wurden Palmblätter oder Holz unter die Füße gebunden. Bekannt ist diese Form heute als Sandale. In kälteren Regionen wurden Tierfelle um Füße und Waden gewickelt. Aus dieser Sitte sind die Stiefel entstanden. Anderenorts wurden Fußsäcke nur um die Füße gebunden, was heute als Mokassin bezeichnet wird. 

 

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Lange Zeit hatten die Schuhe diese reine Schutzfunktion und wurden aus Tierfellen, Leder oder Holz gefertigt. Erst zu beginn des 12. Jahrhunderts wurden Schuhe auch zunehmend zu einem modischen Accessoire. Ebenso wurde lange kein Unterschied gemacht zwischen den Schuhen für Damen und denen für Herren oder dem anatomisch passenden Schuh für den rechten und den linken Fuß. Später wurden Schuhe hübsch dekoriert oder bunt gefärbt. Dies drückte unter anderem auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe aus. Erst ab dem 19. Jahrhundert entwickelten sich Schuhe für Damen und Herren unterschiedlich. Ursprünglich wurden Schuhe – und werden es auch heute teilweise noch – von Schustern in reiner Handarbeit gefertigt. 1838 wurde die erste deutsche Schuhfabrik gegründet. Heute werden für die Herstellung einer Fülle der verschiedensten Varianten von Schuhen moderne und leichte Materialien verwendet. Leder ist auch heute noch eines der gängigsten Obermaterialien für modische Schuhe. Dazu kommen Kunstleder oder andere Kunstfasern.